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Comparsa Chamanes e.V.

Comparsa Chamanes

Karneval der Kulturen 2003

Straßenumzug am So. den 8 Juni

Thema: Metamorphosis

Die Comparsa Chamanes gewann im Jahr 2002 den Preis für Kinder- und Jugendgruppen des Berliner Karnevals der Kulturen. Ihr Thema war der kolumbianische Schamanismus. Dabei wirkten 24 Tänzerinnen, 30 Percussionisten und weitere 26 Darsteller mit. Die Konzeption, Produktion und Regie führte Nubia Ramírez, die dabei von Ricardo Ramírez unterstützt wurde. Die Bildungseinrichtung für berufliche Umschulung und Fortbildung BUF half bei der Herstellung der Kostüme.

In diesem Jahr haben die Mitwirkenden der Comparsa Chamanes das Thema „Metamorphose“ gewählt. Das Thema wird auf folgende Weise dargestellt:

Auf einem Wagen, der mit Pflanzen geschmückt ist, wird eine gigantische bewegliche Libelle als Beschützerin aufgebaut. Neben dem Insekt stehen zwei Totempfähle, die das Übergangsstadium symbolisieren. Die Gruppe der Trommler „Frieddrums“ begleitet diese Figuren.

Dem Wagen folgt eine Sonne als Quelle der Energie, die den Beginn der Verwandlung koordiniert und ihr einen magischen Glanz verleiht. Zwei 13 Meter lange (Durchmesser 1,50 m) große Raupen, die aus Stoffen bestehen, die auf ein stabiles Gerüst gespannt werden, werden von jeweils sechs Personen getragen, die entsprechend kostümiert sind.

Zwischen den Raupen tauchen Schmetterlinge auf: 20 Tänzerinnen der Gruppe „Step by Step“, die eine farbenfrohe und lebendige Choreographie präsentieren.

Den Abschluß bilden Blüten aus dem Amazonas-Regenwald und mysteriöse Nachtfalter, die in Kolumbien den Tod symbolisieren.

Unsere heutige Gesellschaft ist egozentrisch. Die westliche Kultur hat die Fähigkeit verloren, die Anderen zu sehen, Sinn und Bedeutung zu erkennen.

Eine Neuordnung unserer Lebensstile ist nötig, die unser Verhältnis zur Natur verändert. Diese darf nicht einzig in einer rational berechnenden Strategie bestehen, sondern eine Einstellung, die vom einzelnen Subjekt weggeht ist nötig, um zu einer Kultur des Lebens zu kommen. Um den Rationalismus des Kapitals zu überwinden ist ein hohes Maß an Sensibilität erforderlich.

Der Mensch steht existenzbedrohenden Problemen gegenüber. Daher muss er zum Wertvollsten zurückkehren was er in seinem Inneren besitzt: seine spirituelle Kraft und seine Kultur. Das Einfühlungsvermögen der Kultur schafft künstlerische und pädagogische Aktivitäten mittels aktiver Kommunikationsformen, die den Zuschauer miteinbeziehen.

Wir leben in einem gemeinsamen Haus, das die Vernachlässigung und die Misshandlung seiner Bewohner beweint. Wir entwerfen unser zukünftiges Schicksal mit den heutigen Taten eines jeden Einzelnen. Wir sind es, die die Verwandlung für die Zukunft bestimmen.